Nach dem Verlust einer nahestehenden Person können Gedanken an den Tod auftreten, die mit dem Wunsch einhergehen, der verstorbenen Person wieder nahe zu sein. Dieser sogenannte Nachsterbewunsch könnte mit einem erhöhten Suizidrisiko verbunden sein, möglicherweise handelt es sich dabei aber auch um eine starke Sehnsucht oder eine dysfunktionale Bewältigungsstrategie, die fälschlicherweise als suizidales Erleben identifiziert wird.
Ziel dieser explorativen Studie ist es zu untersuchen, ob trauerspezifische „suicide drivers“ – das heißt, Faktoren, die das Suizidrisiko erhöhen – identifizierbar sind (z.B. ein Nachsterbewunsch). Betroffene und Expert:innen aus der Psychotherapie sowie der Trauer- und Suizidforschung werden zur Erfassung und Behandlung von trauerbezogener Suizidalität (TbS) befragt.
Die Studienteilnahme ist beendet und die erhobenen Daten werden aktuell wissenschaftlich ausgewertet. Die wichtigsten Ergebnisse werden nach Abschluss der Auswertung auf dieser Website veröffentlicht. Langfristig sollen aus den Erkenntnissen diagnostische und psychotherapeutische Implikationen abgeleitet werden.
Präregistrierung: https://doi.org/10.17605/OSF.IO/JWFCH
Studienleitung: Dr. Laura Melzer & Prof. Dr. Franziska Lechner-Meichsner